derselben Nacht geträumt werden, immer zusammengehören und ein Ganzes, Einheitliches darstellen« (p. 45). Oder Jaehde findet in den englisch-schottischen Volksballaden, in denen Träume aus zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Bildern bestehen, daß »das erste nur symbolisch und unklar andeutet, was das zweite klar und unverhüllt erkennen läßt*«. Dies bezieht sich, wie wir wissen92, insbesondere auf die Symbolik, die ja dem Dichter als poetisches Ausdrucksmittel geläufig ist. So hat Ovid im 3. Buche der »Amores« als 5. Elegie in ausführlicher Weise einen Traum geschildert, in dem die Hitze als Liebesglut, die Kuh als Geliebte, der Stier als der liebesbegierige Träumer gedeutet wird93. Eine andere, uns gleichfalls aus dem Traumstudium geläufige Sexualsymbolik verwendet Byron im VI. Gesange des »Don Juan«, wo der Held als Frau verkleidet das Lager der Dudu teilt, die aus einem symbolisch dargestellten Sexualtraum, der sich an den Sündenfallmythus anlehnt, mit Angst erwacht94. Daß gelegentlich einem Dichter die
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VI. Die Traumarbeit.
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