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nydus/Die TraumdeutungPublic
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VI. Die Traumarbeit.

Sprechstunde . . . Ich meinte: Hoffentlich ist der Kollege nicht gerade Kinderarzt. Mein Freund hatte mir unterdessen seine Ansichten über die biologische Bedeutung der bilateralen Symmetrie entwickelt und einen Satz mit der Einleitung begonnen: »Wenn wir das eine Auge mitten auf der Stirn trügen wie der Kyklop . . .« Das führt nun zur Rede des Professors im Vortraume: Mein Sohn, der Myop. Und nun bin ich zur Hauptquelle für das Geseres geführt worden. Vor vielen Jahren, als dieser Sohn des Professors M., der heute ein selbständiger Denker ist, noch auf der Schulbank saß, erkrankte er an einer Augenaffektion, die der Arzt für besorgniserweckend erklärte. Er meinte, solange sie einseitig bleibe, habe sie nichts zu bedeuten, sollte sie aber auch auf das andere Auge übergreifen, so wäre es ernsthaft. Das Leiden heilte auf dem einen Auge schadlos ab; kurz darauf stellten sich aber die Zeichen für die Erkrankung des zweiten wirklich ein. Die entsetzte Mutter ließ sofort den Arzt in die Einsamkeit ihres Landaufenthaltes kommen. Der schlug sich aber jetzt auf die andere Seite. »Was machen Sie für Geseres?« herrschte er die Mutter an. »Ist es auf der einen Seite gut geworden, so wird es auch auf der anderen gut werden.« Und so ward es auch.

Und nun die Beziehungen zu mir und den meinigen. Die Schulbank, auf der der Sohn des Professors M. seine erste Weisheit erlernt, ist durch Schenkung der Mutter in das Eigentum meines Ältesten übergegangen, dem ich im Traume die Abschiedsworte in den Mund lege. Der eine der Wünsche, die sich an diese Übertragung knüpfen lassen, ist nun leicht zu erraten. Diese Schulbank soll aber auch durch ihre Konstruktion das Kind davor schützen, kurzsichtig und einseitig zu werden. Daher

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