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nydus/Die TraumdeutungPublic
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VI. Die Traumarbeit.

der Präparation so gut kann. Endlich kamen wir zu einem kleinen Holzhaus, das in ein offenes Fenster ausging. Dort setzte mich der Führer ab und legte zwei bereitstehende Holzbretter auf das Fensterbrett, um so den Abgrund zu überbrücken, der vom Fenster aus zu überschreiten war. Ich bekam jetzt wirklich Angst für meine Beine. Anstatt des erwarteten Überganges sah ich aber zwei erwachsene Männer auf Holzbänken liegen, die an den Wänden der Hütte waren, und wie zwei Kinder schlafend neben ihnen. Als ob nicht die Bretter, sondern die Kinder den Übergang ermöglichen sollten. Ich erwache mit Gedankenschreck.*

Analyse der Traumverwunderung.

Wer sich nur einmal einen ordentlichen Eindruck von der Ausgiebigkeit der Traumverdichtung geholt hat, der wird sich leicht vorstellen können, welche Anzahl von Blättern die ausführliche Analyse dieses Traumes einnehmen muß. Zum Glück für den Zusammenhang entlehne ich dem Traume aber bloß das eine Beispiel für die Verwunderung im Traume, die sich in der Einschaltung »sonderbar genug« kundgibt. Ich gehe auf den Anlaß des Traumes ein. Es ist ein Besuch jener Dame Louise N., die auch im Traume der Arbeit assistiert. »Leih’ mir etwas zum Lesen.« Ich biete ihr »She« von Rider Haggard an. Ein »sonderbares Buch, aber voll von verstecktem Sinne«, will ich ihr auseinandersetzen; »das ewig Weibliche, die Unsterblichkeit unserer Affekte – –«. Da unterbricht sie mich: Das kenne ich schon. Hast du nichts Eigenes? – »Nein, meine eigenen unsterblichen Werke sind noch nicht geschrieben.« – Also wann erscheinen denn deine sogenannten letzten Aufklärungen, die, wie du versprichst, auch für uns lesbar sein werden? fragt sie etwas anzüglich. Ich merke jetzt, daß mich ein anderer durch ihren Mund mahnen läßt, und verstumme. Ich denke an die Überwindung, die es mich kostet, auch nur die Arbeit über den Traum, in

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