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nydus/Die TraumdeutungPublic
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VI. Die Traumarbeit.

einer Dame vom Theater unterhalten und gelöst hatte, erwartete ich doch nicht, meinen Deutungseinfall berechtigt zu finden. Auch war es ja in der »Sappho« umgekehrt wie im Traume; in letzterem war das Steigen anfänglich schwer und späterhin leicht; im Roman diente es der Symbolik nur, wenn das, was zuerst leicht genommen wurde, sich am Ende als eine schwere Last erwies. Zu meinem Erstaunen bemerkte der Patient, die Deutung stimme sehr wohl zum Inhalt des Stückes, das er am Abend vorher im Theater gesehen. Das Stück hieß: »Rund um Wien« und behandelte den Lebenslauf eines Mädchens, das zuerst anständig, dann zur Demimonde übergeht, Verhältnisse mit hochstehenden Personen anknüpft, dadurch »in die Höhe kommt«, endlich aber immer mehr »herunter kommt«. Das Stück hatte ihn auch an ein anderes, vor Jahren gespieltes, erinnert, welches den Titel trug: »Von Stufe zu Stufe«, und auf dessen Ankündigung eine aus mehreren Stufen bestehende Stiege zu sehen war.

Nun die weitere Deutung. In der X-Straße hatte die Schauspielerin gewohnt, mit welcher er das letzte, beziehungsreiche Verhältnis unterhalten. Ein Wirtshaus gibt es in dieser Straße nicht. Allein, als er der Dame zuliebe einen Teil des Sommers in Wien verbrachte, war er in einem kleinen Hotel in der Nähe abgestiegen. Beim Verlassen des Hotels sagte er dem Kutscher: »Ich bin froh, daß ich wenigstens kein Ungeziefer bekommen habe« (übrigens auch eine seiner Phobien). Der Kutscher darauf: »Wie kann man aber da absteigen! Das ist ja gar kein Hotel, eigentlich nur ein Einkehrwirtshaus

An das Einkehrwirtshaus knüpft sich ihm sofort die Erinnerung eines Zitats:

Der Wirt im Uhlandschen Gedichte ist aber ein Apfelbaum.

Nun setzt ein zweites Zitat die Gedankenkette fort:

Es ist nicht der leiseste Zweifel möglich, was unter dem Apfelbaume

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