die nur einem Traume entstammen kann: He(r)man alle Kirschen aufgessen!4
Wovon die Tiere träumen, weiß ich nicht. Ein Sprichwort, dessen Erwähnung ich einem meiner Hörer danke, behauptet es zu wissen, denn es stellt die Frage auf: Wovon träumt die Gans? und beantwortet sie: Vom Kukuruz (Mais)5. Die ganze Theorie, daß der Traum eine Wunscherfüllung sei, ist in diesen zwei Sätzen enthalten6.
Wir bemerken jetzt, daß wir zu unserer Lehre von dem verborgenen Sinn des Traumes auch auf dem kürzesten Wege gelangt wären, wenn wir nur den Sprachgebrauch befragt hätten. Die Spruchweisheit redet zwar manchmal verächtlich genug vom Traume – man meint, sie wolle der Wissenschaft recht geben, wenn sie urteilt: Träume sind Schäume –, aber für den Sprachgebrauch ist der Traum doch vorwiegend der holde Wunscherfüller. »Das hätt’ ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt,« ruft entzückt, wer in der Wirklichkeit seine Erwartungen übertroffen findet.