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nydus/Die TraumdeutungPublic
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Table of Contents
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(75) An diesem Teil des Traumes hat H. Silberer in einer inhaltsreichen Arbeit (Phantasie und Mythos, 1910) zu zeigen versucht, daß die Traumarbeit nicht nur die latenten Traumgedanken, sondern auch die psychischen Vorgänge bei der Traumbildung wiederzugeben vermöge. (»Das funktionale Phänomen«.) Ich meine aber, er übersieht dabei, daß die »psychischen Vorgänge bei der Traumbildung« für mich ein Gedankenmaterial sind wie alles andere. In diesem übermütigen Traum bin ich offenbar stolz darauf, diese Vorgänge entdeckt zu haben.

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(76) Andere Deutung: Er ist einäugig wie Odhin, der Göttervater. – Odhins Trost. – Der Trost aus der Kinderszene, daß ich ihm ein neues Bett kaufen werde.

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(77) Dazu einiges Deutungsmaterial: Das Vorhalten des Glases erinnert an die Geschichte vom Bauern, der beim Optiker Glas nach Glas versucht, aber nicht lesen kann. – (Bauernfänger – Mädchenfänger im vorigen Traumstück.) – Die Behandlung des schwachsinnig gewordenen Vaters bei den Bauern in Zolas La Terre. – Die traurige Genugtuung, daß der Vater in seinen letzten Lebenstagen wie ein Kind das Bett beschmutzt hat; daher bin ich im Traume sein Krankenpfleger. – »Denken und Erleben sind hier gleichsam eins« erinnert an ein stark revolutionäres Buchdrama von Oskar Panizza, in dem Gottvater als paralytischer Greis schmählich genug behandelt wird; dort heißt es: Wille und Tat sind bei ihm eins, und er muß von seinem Erzengel, einer Art Ganymed, abgehalten werden zu schimpfen und zu fluchen, weil diese Verwünschungen sich sofort erfüllen würden. – Das Plänemachen ist ein aus späterer Zeit der Kritik stammender Vorwurf gegen den Vater, wie überhaupt der ganze rebellische, majestätsbeleidigende und die hohe Obrigkeit verhöhnende Inhalt des Traumes auf Auflehnung gegen den Vater zurückgeht.

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