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nydus/Die TraumdeutungPublic
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Table of Contents

I. Die wissenschaftliche Literatur der Traumprobleme

Äußerungen der Autoren anzuführen, welche den Satz von Maury für die einzelnen höheren Seelenleistungen wiederholen.

Nach Strümpell treten im Traume – selbstverständlich auch dort, wo der Unsinn nicht augenfällig ist – sämtliche logische, auf Verhältnissen und Beziehungen beruhende Operationen der Seele zurück (p. 26).

Nach Spitta (p. 148) scheinen im Traume die Vorstellungen dem Kausalitätsgesetz völlig entzogen zu sein. Radestock und andere betonen die dem Traume eigene Schwäche des Urteiles und des Schlusses.

Nach Jodl (p. 123) gibt es im Traume keine Kritik, keine Korrektur einer Wahrnehmungsreihe durch den Inhalt des Gesamtbewußtseins. Derselbe Autor äußert:

»Alle Arten der Bewußtseinstätigkeit kommen im Traume vor, aber unvollständig, gehemmt, gegeneinander isoliert.«

Die Widersprüche, in welche sich der Traum gegen unser waches Wissen setzt, erklärt Stricker (mit vielen anderen) daraus, daß Tatsachen im Traume vergessen oder logische Beziehungen zwischen Vorstellungen verloren gegangen sind (p. 98) usw. usw.

Von den Autoren, die im allgemeinen so ungünstig über die psychischen Leistungen im Traume urteilen, wird indes zugegeben, daß ein gewisser Rest von seelischer Tätigkeit dem Traume verbleibt. Wundt, dessen Lehren für so viel andere Bearbeiter der Traumprobleme maßgebend geworden sind, gesteht dies ausdrücklich zu. Man könnte nach der Art und Beschaffenheit des im Traume sich äußernden Restes von normaler Seelentätigkeit fragen. Es wird nun ziemlich allgemein zugegeben, daß die Reproduktionsfähigkeit, das Gedächtnis im Traume am wenigsten gelitten zu haben scheint, ja eine gewisse Überlegenheit gegen die gleiche Funktion des Wachens (vgl. oben p. 8 ff.) aufweisen kann, obwohl ein

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