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nydus/Die TraumdeutungPublic
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VI. Die Traumarbeit.

ihm spitzbübische Affen alles zerstört und besudelt hatten91. Die Lyrik der Romantik und der ihr nahestehenden Richtungen ist hier noch besonders zu nennen: Heine, Chamisso, Mörike, Uhland, die Droste, Keller, Hebbel, Byron (The dream) und andere mehr haben Traumgedichte geschaffen; C. G. Meyers »Lethe«, Hebbels »Geburtsnachttraum«, Spittelers Balladen »Der Vater«, »Das Begräbnis«, »Das Gastmahl« und Ähnliches in des »Knaben Wunderhorn« gehören zum Eindruckvollsten, was die Lyrik zu bieten hat.

Verwendung der Symbolik in gedichteten Träumen.

Besonders reizvoll wird es für den Psychoanalytiker, sich davon zu überzeugen, wie die als Dichtung oder in der Dichtung dargestellten Träume nach den empirisch ermittelten Gesetzen gebaut sind und sich der psychologischen Betrachtung wie wirklich erlebte Träume darbieten. Ja, manche Regeln sind als Nebenprodukt philologischer Forschung unmittelbar aus dem Studium der gedichteten Träume erschlossen worden. So zeigt Mentz an den französischen Volksepen, »wie Träume, welche von einer Person in derselben Nacht geträumt werden, immer zusammengehören und ein Ganzes, Einheitliches darstellen« (p. 45). Oder Jaehde findet in den englisch-schottischen Volksballaden, in denen Träume aus zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Bildern bestehen, daß »das erste nur symbolisch und unklar andeutet, was das zweite klar und unverhüllt erkennen läßt«. Dies bezieht sich, wie wir wissen92, insbesondere auf die Symbolik, die ja dem Dichter als poetisches Ausdrucksmittel geläufig ist. So hat Ovid im 3. Buche der »Amores« als 5. Elegie in ausführlicher Weise einen Traum geschildert, in dem die Hitze als Liebesglut, die Kuh als Geliebte, der Stier als der liebesbegierige Träumer gedeutet wird93. Eine andere, uns gleichfalls aus dem Traumstudium geläufige Sexualsymbolik verwendet Byron im VI. Gesange des »Don Juan«, wo

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