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nydus/Die TraumdeutungPublic
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VI. Die Traumarbeit.

Ein ähnliches Beispiel an Stelle vieler, die ja alle das nämliche ergaben:

Ein großer Hof, in dem Leichen verbrannt werden.

Er sagt: Da geh’ ich weg, das kann ich nicht sehen. (Keine deutliche Rede.) Dann trifft er zwei Fleischhauerbuben und fragt: »Na, hat’s geschmeckt?« Der eine antwortet: Na, nöt gut war’s. Als ob es Menschenfleisch gewesen wäre.

Der harmlose Anlaß dieses Traumes ist folgender: Er macht nach dem Nachtmahl mit seiner Frau einen Besuch bei den braven, aber keineswegs appetitlichen Nachbarsleuten. Die gastfreundliche alte Dame befindet sich eben bei ihrem Abendessen und nötigt ihn (man gebraucht dafür scherzhaft unter Männern ein zusammengesetztes, sexuell bedeutsames Wort) davon zu kosten. Er lehnt ab, er habe keinen Appetit mehr. »Aber gehen’s weg, das werden Sie noch vertragen« oder so ähnlich. Er muß also kosten und rühmt dann das Gebotene vor ihr. »Das ist aber gut.«

Mit seiner Frau wieder allein, schimpft er dann sowohl über die Aufdringlichkeit der Nachbarin, als auch über die Qualität der gekosteten Speise. »Das kann ich nicht sehen,« das auch im Traume nicht als eigentliche Rede auftritt, ist ein Gedanke, der sich auf die körperlichen Reize der einladenden Dame bezieht, und zu übersetzen wäre, daß er diese zu schauen nicht begehrt.

Der Traum »Non vixit«.

Lehrreicher wird sich die Analyse eines anderen Traumes gestalten, den ich wegen der sehr deutlichen Rede, die seinen Mittelpunkt bildet, schon an dieser Stelle mitteile, aber erst bei der Würdigung der Affekte im Traume aufklären werde. Ich träume sehr klar: * Ich bin nachts ins Brückesche *Laboratorium gegangen und öffne

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