sehen wollen, bei Eiern und Nudeln erbrechen, wenn die dem Menschen natürliche Furcht vor der Schlange beim Neurotiker eine ungeheuerliche Steigerung erfährt, und überall wo die Neurose sich solcher Verhüllung bedient, wandelt sie die Wege, die einst in alten Kulturperioden die ganze Menschheit begangen hat, und von deren Existenz unter leichter Verschüttung heute noch Sprachgebrauch, Aberglaube und Sitte Zeugnis ablegen.
Die Symbolik des Sexuellen.
Ich füge hier den angekündigten Blumentraum einer Patientin ein, in dem ich alles, was sexuell zu deuten ist, unterstreiche. Der schöne Traum wollte der Träumerin nach der Deutung gar nicht mehr gefallen.
a) Vortraum: Sie geht in die Küche zu den beiden Mädchen und tadelt sie, daß sie nicht fertig werden »mit dem Bissel Essen« und sieht dabei so viel umgestürztes Geschirr zum Abtropfen stehen, grobes Geschirr in Haufen zusammengestellt.
Späterer Zusatz: Die beiden Mädchen gehen Wasser holen und müssen dabei wie in einen Fluß steigen, der bis ins Haus oder in den Hof reicht22.
b) Haupttraum: Sie steigt von hoch herab über eigentümliche Geländer oder Zäune, die zu großen Karos vereinigt sind und aus Flechtwerk von kleinen Quadraten bestehen. Es ist eigentlich nicht zum Steigen eingerichtet; sie hat immer Sorge, daß sie Platz für den Fuß findet, und freut sich, daß ihr Kleid dabei nirgends hängen bleibt, daß sie im Gehen so anständig bleibt. Dabei trägt sie einen großen Ast in der Hand, eigentlich wie einen Baum, der dick mit roten Blüten besetzt ist, verzweigt und ausgebreitet. Dabei ist die Idee Kirsch blüten , sie sehen aber auch aus wie gefüllte Kamelien , die freilich nicht