nun die lieblichsten Gestalten, mich zu trösten und zu beglücken, und ich stand am anderen Morgen wieder frisch und froh auf den Füßen«, so kommt darin neben dem Wunschcharakter besonders der von der Traumarbeit bewirkte Stimmungswechsel durch Affektverkehrung zur
Ganz Ähnliches berichtet Gottfried Keller in seinem Traumbuch (Baechtold I, 307):
»Auffallend ist es mir, daß ich hauptsächlich, ja fast ausschließlich in traurigen Zeiten . . . . heitere und einfach liebliche Träume habe.«
Mit voller Deutlichkeit ist die wunscherfüllende Tendenz des Traumes ausgedrückt in Lenaus »Savonarola«, wo der Dulder, nachdem er die Qualen der Folter erlitten hat, von Paradieseswonnen träumt. Den gleichen Traumcharakter kennt E. T. A. Hoffmann, der noch die infantile Herkunft der tröstenden Traumbilder betont: > »Wenn ich als ein Armer, Elender, ermüdet, zerschlagen von der mühseligen Arbeit