CodalSearch this book — or all of Codal…⌘K
nydus/Die TraumdeutungPublic
Page 646 of 937
Table of Contents

VI. La labor del sueño.

bietet der Psychoanalyse willkommenen Anlaß, darauf hinzuweisen, daß auch die Schöpfungen der Volksphantasie den gleichen Gesetzen unterliegen wie die individuellen Leistungen eines einzelnen und daß ja der Dichter je nach der Vorherrschaft seiner Komplexe nicht nur die Wahl unter den vorliegenden Stoffen hat, sondern auch noch die Nötigung empfindet, das Thema in seinem Sinne um- und auszugestalten. Wie die Ödipus-Sage selbst, auf der so viele dichterische Bearbeitungen fußen, als universeller Ausdruck jener primitiven Urregungen aus der Kindheit des Menschengeschlechtes anzusehen ist, so läßt sich auch der Hamlet-Stoff in seinen mythologischen Überlieferungen als eine etwas entstellte Reaktion auf die gleichen seelischen Kämpfe verstehen, die den Dichter dann dazu drängen, sich dieses bereitstehenden Gefäßes zur Ablagerung seiner analogen psychischen Konflikte zu bedienen.

2. Traum und Mythus.

> »Der Traum bringt uns in ferne Zustände > der menschlichen Kultur wieder zurück und gibt > ein Mittel an die Hand, sie besser zu verstehen.« > Nietzsche.

La importancia del sueño para la formación de mitos y cuentos de hadas ha sido reconocida y aceptada por los investigadores desde hace mucho tiempo. Destacados mitólogos

646